Autoimmunerkrankungen

Autoimmunerkrankungen sind Erkrankungen, bei denen sich das Immunsystem eines Menschen gegen körpereigenes gesundes Gewebe richtet und dieses zerstört.

Es sind einige Hundert Autoimmunerkrankungen bekannt. Zu den häufiger vorkommenden gehören: Hashimoto thyreoiditis, Morbus Basedow, Zöliakie, Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis, Systemischer Lupus erythematodes, Sjögren-Syndrom, Diabetes mellitus Typ 1, Colitis ulcerosa, Morbus crohn, Autoimmungastritis, Myasthenia gravis.

Autoimmunerkrankungen nehmen in den industrialisierten Ländern seit Jahren stark zu. Betroffen sind mehr Frauen als Männer, vor allem bei den Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse Hashimoto thyreoiditis und Morbus Basedow. Häufiger kommt es vor, dass ein Mensch, der bereits eine Autoimmunerkrankung hat, noch eine oder u.U. mehrere weitere entwickelt.

Obwohl die einzelnen Autoimmunerkrankungen jeweils ein sehr unterschiedliches Erscheinungsbild haben, gibt es doch Gemeinsamkeiten in der Entstehungsgeschichte.

Folgende Faktoren (u.a.) tragen zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Autoimmunerkrankungen bei:

  • eine Störung der Darmflora
  • eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwände (Leaky-Gut-Syndrom)
  • Belastung durch Umweltgifte/Schadstoffe (häufig Quecksilber), Medikamente
  • eine mangelnde Entgiftungsleistung der Leber und Nieren
  • eine massive oder / und langandauernde Stress-Belastung
  • ein Mangel an wichtigen Nährstoffen (häufig u.a. Vitamin D)
  • Infektionserkrankungen (häufig z.B. Pfeiffersches Drüsenfieber)

Schließlich scheint in Bezug auf Autoimmunerkrankungen auch die genetische Veranlagung eine Rolle zu spielen, da in manchen Familien bestimmte Autoimmunerkrankungen häufiger vorkommen. Der genetischen Ausstattung sind wir jedoch nicht hilflos ausgeliefert. Sie ist nur so etwas wie ein Plan für das, was geschehen könnte. Je mehr schädigende Faktoren zusammenkommen (Stress, Umweltbelastung, ungesunde Ernährung und Lebensweise), umso wahrscheinlicher ist es dann, dass ein Mensch in einer Familie mit vermehrtem Auftreten einer Autoimmunerkrankung ebenfalls irgendwann eine solche entwickelt. Bemüht er sich aber um eine gesunde Ernährung und Lebensweise und ist nicht durch übermäßigen Stress und Schadstoffe belastet, ist es eher wahrscheinlich, dass er keine Autoimmunerkrankung entwickelt.

In meiner Praxis unterstütze ich Menschen mit Autoimmunerkrankungen darin, den Faktoren, die zu der Erkrankung beigetragen haben, konstruktiv zu begegnen, so dass die bei diesen Erkrankungen häufig vorkommende Abwärtsspirale gestoppt und die Selbstheilungskräfte aktiviert werden können.

Eine klassisch homöopathische Behandlung kann zusätzlich zu diesen Maßnahmen (wie z. B. Ernährungsumstellung, Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, Stress-Reduktion , Darmaufbau, Stärkung der Entgiftungsleistung der Leber) die Aktivierung der Selbstheilungskräfte unterstützen.